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Nagetiere


Nagetiere sind die größte weltweit verbreitete Säugetier-Ordnung mit etwa 1700 bis 3000 Arten und 29 Familien. Sie tragen ihren Namen wegen ihrer breiten scharfkantigen Schneidezähne, die zum Nagen an Pflanzen dienen. Diese Zähne sind so konzipiert, dass sie ihr Leben lang wachsen und bei regelmäßigem Nagen ständig scharf geschliffen werden. Sie haben keine Eckzähne, so dass sich zwischen den Schneidezähnen und den Backenzähnen eine Lücke befindet. Sie haben ausgesprochen starke Kaumuskeln. Durch diese typischen Merkmale erhalten alle Nager eine recht ähnliche Kopfform. Auch die Körperformen der Tiere ähneln einander auf wenige Ausnahmen, die in speziellen Lebensräumen leben und entsprechende Anpassungen wie z.B. Sprungbeine etc. aufweisen. Ihr bester Sinn ist in der Regel der Geruchssinn, ihre Augen sind dagegen eher schlecht entwickelt.

Die meisten Nagetierarten bringen pro Jahr viele Nachkommen zur Welt. Die Feldmaus kann z.B. alle drei Wochen vier bis sieben Junge werden, deshalb ist sie auch das am häufigsten vorkommende Nagetier Europas. Das kleinste Nagetier ist die Afrikanische Zwergmaus mit ca. 5 cm, das Wasserschwein ist mit 130 cm das größte. Die Größe der meisten Arten liegt jedoch zwischen 8 und 35 cm. Die kleinen Nagetiere werden meist nicht älter als zwei Jahre, große werden bis zu 18 Jahren alt. Sie kommen in den verschiedensten Lebensräumen vor, leben an Land, im Wasser, unter der Erde oder auf Bäumen.
Wasserschwein

Leider haben Nagetiere auch schlechte Eigenschaften, so können sie Feldfrüchte und Nahrungsvorräte zerstören oder wie z.B. die Hausmaus oder –Ratte Krankheiten übertragen.

Nagetiere treten allerdings nicht nur draußen in der Natur auf: Mäuse, Rennmäuse, Goldhamster und Meerschweinchen sind außerdem beliebte Haustiere. Ihre Haltung und Pflege bereitet keine übergroßen Probleme und durch ihre Domestikation (Gewöhnung an den Menschen) sind sie meistens handzahm oder entwickeln sich sehr schnell zum Streicheltier. Kinder haben besondere Freude an ihnen. Da die meisten domestizierten Nagetiere von Natur aus nicht beißen, zählen sie wohl zu den geeignetsten Haustieren überhaupt.


Nachfolgend noch andere Gruppen, die manchmal fälschlicherweise zu den Nagetieren gezählt werden:

- Hasenartige (Pfeifhasen, Kaninchen, Hasen)
- Insektenfresser (Schlitzrüssler, Tanreks, Goldmulle, Igel, Haarigel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Desmane)
- Spitzhörnchen-Verwandte (Elefantenspitzmäuse)